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Freitag, 11. Februar 2011

10.02.2011 – Nach dem zweiten Tag


Ich nehm das wichtigste vorweg: „Es hat nicht gereicht“. -.- Das Feedback war wenigstens relativ aussagekräftig und eventuell (Ansichtssache) auch hilfreich. Naja erst mal zum Tag. Angefangen hat es erst ein Mal mit einem gemeinsamen Frühstück im Motel One mit ein paar der anderen. Frisch gestärkt gings dann mit Sack und Pack zu Fuß zur Lufthansa Basis, war ja nicht weit. Dort angekommen direkt erst mal wieder durch den Sicherheitscheck und in einen ähnlichen Raum wie gestern, nur ohne Computer. Begrüßt wurden wir von der Ausbildungsleiterin in Hamburg, die zudem auch Personalpsychologin war. Unterstützt wurde sie von drei weiteren Personen, deren genauen Stellungen ich aber leider schon vergessen hatte. Auf jeden Fall waren es wichtige Leute, die uns heute beurteilen sollten. Nach einem kurzen Überblick wie der Tag aussehen sollte (verschiedene Aufgaben bis zur Mittagspause, dann Essen, Werksführung und Feedback bzw. Entscheidung) ging es auch schon mit der ersten Aufgabe los. Achso wir waren heute einer mehr. Der dazugestoßene hatte den gestrigen Test bereits vor zwei Wochen absolviert, da er gestern noch Physikabitur schreiben musste. So dann wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Aufgabe war eine Gruppendiskussion zum Thema Eigeninitiative im Job, Vorteile, Nachteile, Risiken, Sinn und Nutzen für eine Firma. Wir sollten uns als eine Arbeitsgruppe ansehen, die sich mit dem Thema für unsere Firma befasst und sollten hingehend diskutieren, einen möglichen Ablauf bzw. ein Konzept zur Förderung der Eigeninitiative der Mitarbeiter in unserer Firma entwerfen und den weiteren Verlauf der Arbeitsgruppe bestimmen. Wir wurden natürlich nicht ohne jeglichen Infos ins „kalte Wasser geworfen“. Es gab einen wissenschaftlichen Infotext mit Anreizen und Ideen zur Diskussion. Nach einer fünf-minütigen Einlesezeit ging es los. Insgesamt standen zwanzig Minuten für die Diskussion zur Verfügung. Unsere Gruppe hatte das meiner Ansicht nach recht gut gelöst bis auf den Punkt der weiteren Arbeit der Arbeitsgruppe, da wir auch aus Zeitgründen unterbrochen wurden. Im Feedback, wo man erst eine eigene Einschätzung der zwei Tage geben sollte und dann die andere Seite zu Wort kam, wurde meine Bewältigung der Aufgabe als mittelmäßig beurteilt. Ich war zwar nicht der der sich am meisten beteiligt hatte, aber auch nicht am wenigsten, also ein gesundes Mittel. Bei der Argumentation wünschten sich die Beobachter, „dass ich eher auf den Punkt kommen würde“. Scheinbar hatte ich ein wenig zu viel „darumgelabert“ gegen Ende, jedoch ist es schließlich auch bei einer Diskussion zu einem wildfremden Thema ohne lange Vorbereitung auch schwierig direkt klare und wohlformulierte Argumente sofort zu nennen.
Während die andere Gruppe sich der Aufgabe stellte wurden wir in die nächste eingewiesen. Eine Einzelpräsentation zu einem englischen Text über verschiedenste mechanische Probleme der letzten Jahre an allen möglichen Teilen von Flugzeugen, was von Servicetüren über Radkappen bis hin zu leckenden hydraulischen Pumpen(mein Text) reichte. Ziel war es mit Hilfe von Flipcharts oder Folien eine fünf-minütige vorzubereiten. Diese sollte als Abschluss dann noch einmal kurz auf Englisch zusammengefasst werden. Als Hilfsmittel standen Wörterbücher zu technischem Englisch der Lufthansa in beiden Richtungen zur Verfügung, was auch zwingend notwendig war. Insgesamt hatten wir ungefähr 50 Minuten dafür Zeit. Gelöst hatte ich das ganze meiner Meinung auch nicht wirklich gut. Während der Präsentation hatte ich mich oft verhaspelt und klebte auch sehr an der Folie, von der Zusammenfassung ganz zu schweigen. Ich hatte mir zwar einen recht guten knappen und anfangs verständlichen Text kurz vorformuliert, der dann in der Ausführung sehr haperte. Ich hatte ihn ja auch nur geschrieben und nicht noch öfter durchgelesen. Das Feedback fiel dementsprechend aus. Es wurde bemängelt, dass ich die Beobachter nicht so wirklich „mitreißen“ konnte. Die Gestaltung meiner Folie wurde positiv bewertet, durch mehrfarbige Gestaltung. Die Lesbarkeit wurde allerdings bemängelt. Auf meine Entschuldigung, dass ich an sich keine soo ordentliche Handschrift habe, wurden mir Kurse empfohlen ?! Meiner Meinung nach waren da andere Schriften weitaus schlechter. Teilweise noch mit Schreibschrift aus der Grundschule! Naja so viel dazu. 

Eine Aufgabe, die wir währenddessen hatten, war, dass jeder einem anderen nach seiner Präsentation ein qualifiziertes Feedback geben sollte. Auch hier gab es während der 50-minütigen Zeit einen mehrseitigen Text zu Kommunikation und Feedback an sich. Also auch hier Hilfestellungen. Wer wem das Feedback gab wurde zufällig ausgewählt, aber es kam jeder einmal dran. 

Die letzte Aufgabe, die noch vor den Präsentationen zu erledigen war, war ein Rollenspiel zu zweit. Wir wurden während der Bearbeitungszeit herausgepickt und hatten fünf Minuten Zeit uns einzuarbeiten. Wir sollten uns in einen Projektleiter hineinversetzen, der eine Arbeitsgruppe mit vier Leuten aus einer Abteilung zusammenstellen wollte. Der andere sollte das natürlich auch. Problem 1 es gab in dieser Abteilung nur sieben Leute und Problem zwei war, dass  die Gruppen verschiedene Gesichtspunkte behandeln sollten. Das hatten wir in unserer Gruppe(ich war mit der Dame in einer Gruppe) erst während dem Rollenspiel herausgefunden. Eine Gruppe(meine) sollte sich um die Betreuung der langjährigen Bestandskunden kümmern und die andere um die Entwicklung eines neuen Produkts. Bei uns war dies eigentlich keine richtige Diskussion. Ich stellte anfangs meinen Standpunkt dar und welche Leute ich gern haben wollte. Allerdings vergaß ich(warum sollte ich auch daran denken, ich dachte wir hatten dieselben Texte bzw. Aufgaben) zu nennen um was sich meine Gruppe kümmern sollte, was auch beim Feedback negativ bewertet wurde. Positiv wurde allerdings mein Einstieg an sich bewertet. 

Dann kam auch das lang ersehnte Mittagessen in der Kantine der Lufthansa. Kurz vorher erhielten wir noch Essensgutscheine, die uns berechtigten eine Vorspeise inkl. Salatbüffet, eine Vorsuppe, eins der zahlreichen(und die Auswahl war wirklich groß, von Currywurst-Pommes über Thaicurry bis hin zu chinesischen Nudeln mit Hähnchenfleisch) Hauptgerichte, einem Getränk und einem Dessert zu wählen. Die Kantine war recht groß und da wir in der Hauptmittagszeit dort waren ging es auch dementsprechend durcheinander einher. Viel Zeit zum Essen blieb nicht, da ja noch die Werksführung mit den Studenten auf dem Programm stand. Während dieser Zeit beschäftigten sich die Beobachter mit der Auswertung des heutigen Tags und der Entscheidung wer genommen wird und wer nicht.

Bei der Werksführung ging es zuerst in einige Technik- Werkstätten, die eher für die E-Technik Studenten interessant sein sollten. Ganz ehrlich wer findet es spannend sich mit der Kalibrierung von technischen Geräten zu befassen?! Komische Leute diese E-Technik Studenten :D Jedem das seine heißt ja ein altes Sprichwort O:-). Weiter gings in den Ausbildungswerkstätten, was schon ein wenig interessanter war. Die Beschäftigungen sind zwar eher nebensächlich, aber jeder von uns hätte sich auch irgendwann dort einfinden müssen, da die HAW ein 13-wöchiges Praktikum fordert in den Disziplinen Schweißen, Drehen, Fräßen, Bohren, Feilen, etc. Dann ging der Weg ein wenig weiter in die Wartungshallen der Lufthansa Technik. Das war meiner Meinung nach der interessanteste Teil, und auch der der noch mehr Lust auf diese Firma gemacht hatte. Ich persönlich bin ja noch nie geflogen und hab somit noch nie ein Flugzeug aus nächster Nähe gesehen. Das ist schon echt sau faszinierend und beeindruckend. Diese riesigen Geschöpfe der Lüfte. Wir hatten sogar die Möglichkeit einen der Wartungstürme an einer frisch eingelieferten Boeing 737-300 zu erklimmen und das Warten aus nächster Nähe zu betrachten. Es ist schon echt krass wie enorm viel Technik hinter so einem Flugzeug steckt. Umso mehr schade, dass es nichts geworden ist L. Vielleicht sollte es ja nicht sein.
Der letzte Schritt war dann das Feedback. Wir wurden erst ein Mal in einem Glasfoyer ohne Stühle oder Getränke „abgestellt“ und sollten dort warten bis wir in einen der zwei Räume abgeholt wurden. Wie sich später herausstellte, war der eine der Zusagen Raum, in den immer zwei Leute gleichzeitig geladen wurden, und der andere der Absagen Raum, in dem nur die Personalpsychologin saß. Ihr wurde wahrscheinlich die bessere Fähigkeit absagen zu übermitteln zugeschrieben. Ich war mit Herrn Stüde, den ich übrigens schon bei Airbus kennengelernt hatte, wo er auch nicht genommen wurde, die letzten Beiden. Nach und nach wurden alle abgeholt bis nur noch wir dort waren. Alle die wir wiedersahen kamen mit Absagen. Die anderen, die in den Zusagen-Raum gerufen wurden, sollten direkt all ihr Gepäck mitnehmen. Vermutlich damit wir nicht sofort merken, dass wir nicht genommen werden. Unter Ihnen war auch ein Herr aus dem Ruhrpott, der ja eingeflogen wurde, der sich auch für Mechatronik beworben hatte. Bei dem gemeinsamen Abendessen hatten wir erfahren, dass er ja eigentlich schon die Entscheidung getroffen hatte Maschinenbau in Dortmund zu studieren und eigentlich nur hier war, weil sein Vater ihm dazu angeraten hatte doch noch mal etwas anderes zu probieren. Er war also mit einer ganz anderen Einstellung hier. Für ihn hing nicht wirklich viel von dem Ergebnis ab. Dementsprechend hatte er sich auch verhalten. Es kam teilweise rüber als hätte er das Ganze wirklich nur als Spaßveranstaltung bzw. zwei Tag Urlaub in Hamburg umsonst angesehen. Und oh Wunder, genau der Typ wird natürlich dann auch angenommen. Der, dem es sowieso egal war und der deswegen natürlich auch nicht ansatzweise so aufgeregt war. Man muss dazu sagen, dass er sich auch echt gut präsentiert hat und die Aufgaben recht gut gelöst hatte und auch in den Diskussionen immer einen guten Part hatte. Ein wenig hat er es somit auch verdient, aber irgendwo ist damit die Welt auch ungerecht, finde ich.
Was auch noch zu erwähnen wäre ist das Ergebnis der Dame. Wie sich herausstellte hatte sie bereits wie Klassen, die vierte und die zehnte, übersprungen und machte somit dieses Jahr ihr Abi mit einem voraussichtlichen Notendurchschnitt von 1,5. Ihr wurde im Feedback mitgeteilt, dass sie das Studium vermutlich >langweilen< (!) würde, dass sie also überqualifiziert war. Sie sollte lieber an einer TU studieren, um angemessen gefordert zu werden.

Um mein Feedback zu dem bereits gesagten noch zu vervollständigen, mein Testergebnis lag im Durchschnitt für mein Alter. Letzten Endes lag es an relativen Kleinigkeiten, also keine großen Änderungen wurden mir ans Herz gelegt. Es hatte eben im Rahmen der Konkurrenz, und wie mir gesagt wurde vielleicht auch tagesformabhängig, nicht gereicht voll und ganz zu überzeugen. Ich kuriere ja schließlich noch die Reste eines grippalen Infekts aus, nehme noch Antibiotika, hab glaube ich auch noch Fieber(vielleicht liegts auch an der voll aufgedrehten Heizung hier im Abteil^^), und hab ab zwei Uhr nicht mehr wirklich schlafen können, warum auch immer. Naja sagen wir mal so es waren zwei relativ schöne Tage kostenfrei in Hamburg. Durch das recht frühe Ende von der Veranstaltung um 15 statt um 16 Uhr, hatte ich auch noch die Gelegenheit mir noch etwa drei Stunden die Hamburger Innenstadt um den Hauptbahnhof(also die Mönckebergstraße) anzuschauen. Ich bin allerdings nach kurzer Suche in ein Starbucks gegangen, um schon ein bisschen hier zu schreiben, was sich auch auf jeden Fall gelohnt hatte. Heute Abend sollte ein Jazz-Konzert der Band „Gorilla Gorilla“ sein, welche sich gerade dort arrangierte und erst Soundchecks mit Ausschnitten aus Liedern machte. Klang echt schön muss ich sagen, auch wenn ich bisher noch nicht der allergrößte Jazz-Fan war. Es gibt zwar bei uns ein alljährliches Jazz-Festival in der Innenstadt, auf dem ich aber bisher noch nie war. Wird sich vielleicht jetzt ändern, wenn ich denn in dem Zeitraum hier bin. Wie ich mir von einem Techniker, der nicht zur Band gehörte sagen ließ, soll die Band auch echt gut sein. Hamburg gefällt mir mehr und mehr. Die Elbfilarmonie veranstaltet einmal im Monat solche Konzerte gut. Somit bin ich nun leicht schweren Herzens auf dem Heimweg, werde aber vermutlich demnächst mal ein paar Tage länger in Hamburg Urlaub machen, um die Stadt noch ein wenig besser kennenzulernen. 

Mittlerweile bin ich echt am überlegen mich vielleicht ganz anders zu orientieren. Meine Ideen zurzeit sind: 
  • Ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Amerika, England oder Australien
  • Ein normales Mechatronik Studium
  •  Zunächst eine Ausbildung in einem technischen Beruf zu machen, eventuell Mechatroniker und danach erst zu studieren oder zuletzt
  •  Das Studium in einer ganz anderen Richtung auszurichten. Denkbar wäre irgendetwas mit Musik und Technik oder Management, da ich ja doch sehr an der Musik interessiert bin, leidenschaftlich gern Klavier spiele und singe. Ich muss mich dahingehend mal nach Studiengängen wie Veranstaltungstechnik, Musik und Management oder ähnlichem informieren
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Ich werde vermutlich auch demnächst auch mal einen Termin bei der Agentur für Arbeit machen für eine eingehende Beratung was für mich der beste Studiengang ist. Die Schwester eines guten Freundes arbeitet glücklicherweise dort bzw. macht ein duales Studium. Die kann mir da bestimmt weiterhelfen^^.  

Für den weiteren Verlauf werde ich erst mal nächste Woche an dem Assessment-Center von continental teilnehmen. Das bin ich denen irgendwie schuldig, nachdem ich zwei Mal abgesagt habe und trotzdem noch mal eine Einladung erhalten habe J. Ich muss es ja nicht annehmen. Das Konzept gefällt mir ehrlich gesagt ja nicht so gut, wie ich glaube ich schon ein Mal hier erwähnt hatte. Die ersten zwei Jahre mit einer sechs-Tage Woche zu verbringen reizt mich nicht so wirklich. Vielleicht werde ich ja auch dort nicht genommen. Ich lass mich überraschen. An dem Vorstellungsgespräch bei Siemens werde ich auch nur vielleicht teilnehmen. Oder ich nehm mir nen Kumpel mit und mach mir danach einfach einen schönen Tag in Mannheim, kann ja auch spaßig sein, da die Mannheimer Innenstadt mit ihrem großen Park am Wasserturm ja doch sehr schön ist. Fahrtkosten werden zwar leider nicht erstattet, aber was solls. Ein Tag Urlaub vom Zivildienst ist auch nicht schlecht, da das ganze ja nur eine Stunde dauern soll^^. 

Also werden das vermutlich für mich die letzten Veranstaltungen in Richtung des dualen Studiums sein, da ich mittlerweile das ganze auch irgendwie satt hab. Zum einen die zwei Absagen und zum anderen nervt es natürlich irgendwo auch, wenn man ständig in ganz Deutschland unterwegs ist, was ich seit fast drei Monaten  zum Leidwesen der Verwaltungsstelle, die ich ständig mit neuen Anträgen für Sonderurlaub nerven muss, und meiner Zivildienststelle, wo ich so langsam mehr mit Abwesenheit glänze als mit „konstruktivem“ Arbeiten und Aushelfen. Den Blog werde ich vielleicht aufrecht erhalten oder einen neuen starten. Ich hab irgendwie Spaß daran gefunden. Das Thema des neuen wird dann entweder mein Auslandsaufenthalt, die Ausbildung oder irgendetwas anderes sein. Ich werde den natürlich hier verlinken für euch ;). Auch wenn ich dadurch letztendlich meine wahre Identität preisgeben werde, vermutlich zum Leidwesen, der ganzen Firmen, deren Auswahlverfahren ich hier ziemlich genau beschrieben und auch ehrlich bewertet habe. Aber ich hab nirgendwo eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben, von daher mach ich ja nichts verbotenes^^.
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen auf eurem eigenen Weg zum dualen Studium. Vielleicht seid ihr ja erfolgreicher als ich. Irgendwer muss ja schließlich genommen werden ;). Ich werde dennoch etwas über die Veranstaltung bei continental berichten für euch, wer weiß vielleicht nehm ich ja, falls ich denn das Angebot bekomme, es auch an und werde doch dual studieren. Es ist quasi noch alles offen, falls das eintrifft werde ich dann einen Blog über das duale Studium dort eröffnen. Wie die Studenten bei der Lufthansa berichteten sollte es ja, zumindest an der HAW Hamburg, nicht so sehr fordernd sein, was mich ehrlich gesagt doch gewundert hatte, da es ja heißt, dass das duale Studium doch sehr anstrengend und zeitaufwändig sein sollte. 

Bis bald bzw. nächsten Dienstag^^.

Donnerstag, 10. Februar 2011

09.02.2011 – Der erste Tag ist geschafft


Wie der Titel schon sagt, der erste Tag liegt hinter mir und der war ehrlich gesagt nicht übertrieben anstrengend. Um halb zwei bin ich bei der Lufthansa angekommen und hab erst mal gedacht – Wow was geht denn hier ab?! :D. Sicherheitsvorkehrungen wie an einem Flughafen. Es gab vier „Check-In-Points“ an denen man im Tausch gegen den Personalausweis einen Besucherausweis und einen „Laufzettel“ bekam auf dem der genaue Aufentaltszeitraum vom Betreuer am Ende auszufüllen war. Dann natürlich noch Röntgengerät, wo alle Sachen wie Koffer, Rucksack, Jacke etc. durchleuchtet wurden und ein Piepstor durch das man laufen musste. Also schon sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen. 

Wir wurden dann um viertel vor zwei abgeholt und in ein Nebengebäude gebracht, wo wir von der Dame mit der wir auch das Telefoninterview hatten begrüßt und eingewiesen wurden. Der Test fand selbstverständlich wieder am PC statt, was – wie  wir erfuhren – bis zu diesem Jahr bisher noch schriftlich geschehen war. Nicht allzu verwundernswert war, dass auch die Lufthansa das „hrd-Portal“ nutzt. Die Tests waren in drei Bereiche aufgegliedert. Erst allgemeine Aufgaben, dann Schlussfolgerungen und zum Schluss ein englischer Teil.
Die allgemeinen Aufgaben waren 35 verschiedene Aufgaben wie Mathe Aufgaben, logisches/analytisches Denken und andere. Also ein bunter Haufen von allem für den man 20 Minuten Zeit zur Bearbeitung hatte. Die Schlussfolgerungen waren schon aus den Online-Tests bekannt. Es gab zwei Aussagen und danach 5 verschiedene andere und man sollte entscheiden, welche der fünf genau aus den zwei ersten ableitbar ist. Teilweise echt knifflig und man musste sich schon sehr konzentrieren. Es gab 18 Aufgaben für die man 15 Minuten Zeit hatte. Zum Schluss der englische Abschnitt. Hier gab es erst zwei Aufgabenteile, bei denen man einen englischen Text lesen musste und danach Fragen zu diesem gestellt bekam. Meiner Ansicht nach nicht wirklich schwer gewesen, wen man des Englischen mächtig ist. Danach kamen noch ein paar Wortschatz, Synonym und Übersetzungsfragen. Teils knifflig, aber auch machbar. Alles in allem brauchte man etwa 1 ½ Stunden zur Bearbeitung des Tests. Da hatte ich ehrlich gesagt gedacht es würde einiges mehr kommen und schwieriger. 

Die Leute, die schon fertig waren, konnten sich in einen Nebenraum setzen und dort warten bis alle fertig waren. Wir nutzten die Zeit natürlich um uns ein wenig kennenzulernen. Wir waren insgesamt 10 Leute und davon eine junge Dame. Wie sich herausstellte waren nicht alle für Mechatronik da, was mich ein wenig aufatmen lies, weil so die Wahrscheinlichkeit vielleicht ein wenig steigt. Der überwiegende Teil hatte sich für den Studiengang Elektrotechnik beworben. Es war glaube ich ein 5 zu 5 Verhältnis, wobei die Dame sich auch für Mechatronik beworben hatte. Wenn es stimmt was die Studentin bei Airbus erzählt hatte, hat sie eventuell von vornherein bessere Chancen, aber ich will auch nicht den Teufel an die Wand malen.
Als alle fertig waren konnten wir zurück, wo drei Studenten auf uns warteten, die uns ein wenig zur Lufthansa Technik allgemein, zum Studium, dem Ablauf etc. erzählten. Anschließend war noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. So erfuhren wir auch die ungefähre Platzvergabe der Studiengänge. Drei für Mechatronik und es war nicht das erste bzw. einzige Assessment Center o.O. Die Herren erzählten uns auch wie der morgige Tag ablaufen sollte. Den schwierigen Part sollten wir jetzt hinter uns haben. Morgen gibt es von 07:45 Uhr bis zum Mittagessen Tests, Gespräche und so weiter um uns als Person näher kennenzulernen. Nach dem Mittagessen gibt es eine Werksführung mit den drei Studenten und dann erfahren wir auch schon das Ergebnis! Hier geht’s scheinbar Schlag auf Schlag. Naja ich bin gespannt was uns erwartet. Ich werde dann auf dem Heimfahrt mit dem Zug natürlich berichten was alles getestet wurde und natürlich mein Ergebnis.

Achso, es gibt auch noch andere Neuigkeiten. Ich dachte ich sehe nicht richtig als ich eine Email von continental mit einer weiteren (?!) Einladung zum Vorstellungsgespräch/Assessment gesehen hatte :D Naja die Leute wollens wissen :D Und mich dabei scheinbar auf jedenfall noch dabei haben^^. Ich glaube ich werde in beiden Fällen dran teilnehmen^^ Die zweite Neuigkeit ist eine Email von Siemens. Ja die Leute gibt’s auch noch^^ Ich bin eingeladen zu einem etwa einstündigen Vorstellungsgespräch in Mannheim. Auch wieder keine Kostenübernahme und wie heute beim Abendessen mit vier von den Bewerbern hier einer erzählte auch noch nicht die letzte Station. Danach soll wohl auch noch ein Assessment-Center kommen. Mal schauen, ich halt euch auf dem Laufenden.

Mittwoch, 9. Februar 2011

09.02.2011 – Auf dem Weg nach Hamburg zu Lufthansa


Falls ihr euch jetzt fragt, „hmm fehlen da nicht die Einträge über continental?“, habt ihr mehr oder weniger recht. Ja sie fehlen, aber nein ich war nämlich gar nicht da. Nach dem Seminar und einem Partywochenende bin ich mit einem grippalen Infekt im Bett gelandet, der mich so mitgenommen hat, dass mein gesundheitlicher Zustand es nicht erlaubt hat zu continental zu fahren. Mir geht es bis jetzt immerhin etwas besser.  Ich bin zwar noch nicht topfit, aber so fit, dass ich getrost nach Hamburg fahre. 

Es gibt auch noch weitere News: Ich habe im Laufe der letzten Woche eine Mail von BOSCH erhalten. Hätte auch nicht gedacht, dass ich von denen noch mal etwas höre^^. Ich hatte mich auch für den dualen Studiengang Mechatronik beworben, allerdings an mehreren Standorten. Kurz nach der Bewerbung hatte ich auch eine Einladung zu Online Tests erhalten von einem Standort, kurz danach allerdings direkt eine Absage mit der Angabe, dass meine Bewerbung auch an die anderen Standorte weitergeleitet wurde. Das war im September/Oktober! Daher war ich so überrascht doch noch einmal etwas von ihnen zu hören. Gestern hab ich dann auch den Test gemacht. Er ähnelte bzw. war fast exakt derselbe, wie bei verschiedenen anderen Portalen. Opel und continental haben den meines Wissens nach auch verwendet, ebenso wie Daimler. Ich kann aber auch bei Bedarf noch mal genauer nachsehen, da ich sie Mails ja noch alle habe. 

Alle diese Firmen nutzen das „hrd-portal“. Freundlicherweise habe ich den Test mal mit einer Bildschirm-Mitschnitt-Software für euch aufgenommen. Hier seht ihr ihn in voller Länge. Die Verhaltensfragen waren hier zum ersten Mal anders und teils merkwürdig, aber ich hab aufgehört mich zu wundern Bosch seit ich im Bewerbungsbogen die Fragen „Beruf der Mutter“ und „Beruf des Vaters“ gelesen hatte :D.
Hier das Video:

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Falls ihr fragen habt könnt ihr mir gern ne Mail schicken oder einfach hier beiden comments etwas posten.
Ich werde mich die restlichen zwei Stunden Fahrt jetzt eingehend mit Daten, Fakten und Informationen über die Lufthansa Technik befassen^^ Soll ja schließlich nicht wie beim Telefoninterview enden ;)

Dienstag, 25. Januar 2011

24.01.2011 – Nach der Auswahlveranstaltung bei Airbus in Stade


Da sitze ich wieder frisch, fromm, fröhlich, frei im Zug zurück in die Heimat. Über das frisch kann man streiten, nach einem unmenschlich frühen Aufstehen um 04:30 Uhr. Es ist fast ein Wunder, dass ich pünktlich heute Morgen angekommen bin. Obwohl, eigentlich sollte ich mich nicht beklagen. Bis auf die Tatsache, dass der Busverkehr in Stade katastrophal ist! Habt ihr schon mal Linienbusse gesehen in denen es keine Anzeigen der Stationen gibt?! Sowas gibt es selbst in unserer Gegend und ich lebe auf dem Land ;) Ich hatte riesen Glück, dass der nette Herr den ich fragen wollte wann die Station von Airbus kommt auch selber dort aussteigen musste und mich so gerettet hat. Man hat nach draußen fast nichts gesehen, weil der Bus mehr als voll war und selbst wen konnte man auch da nicht wirklich viel erkennen, weil es ja noch dunkel war. Danke Stade -.- 

Bei Airbus angekommen ging es auch schon weiter. Hier gilt der Dank Airbus selbst, da die Anfahrtsskizze lediglich aus einer Karte bestand aus der man jetzt nicht wirklich raus lesen konnte wo ich denn jetzt wirklich hin muss. Also am Empfang gefragt. Vom Empfang zurück in die pfh geschickt worden. Dort niemand am Empfang vorhanden. Kurze Wartezeit bis endlich eine nette Dame kam, die aber wieder nichts von der Veranstaltung wusste und wo ich denn hin gehen sollte :D Zum Glück kam gerade da ein Herr der auch zu der selbigen Veranstaltung musste. Was sich kurz darauf herausstellte war, dass er ein Mitarbeiter aus dem Airbus Recruitment Center in Hamburg war^^ Super Organisation, aber das sollte mich nicht zurück schlagen.
Schon bald trafen andere ein und wir wurden in eine Art Aufenthaltsraum gesetzt, begleitet von einer dualen Studentin selbst, die uns an diesem Tag begleiten und für Fragen zur Seite stehen sollte. Nach kurzer Wartezeit wurden wir in unseren Raum mit Sitzkreis begleitet. Nach kurzer Vorstellungsrunde und einem groben Plan für die nächsten Stunden ging es auch schon los. Wir waren übrigens sechs Bewerber inkl. mir, alle aus dem Raum Bremen, Hamburg, Lüneburg etc. Witzig war auch, dass einer von Ihnen erst am letzten Freitag per Anruf eingeladen wurde, da ein Teilnehmer abgesagt hatte. Bei fast allen von uns gab es Probleme mit den Bewerbungsunterlagen. Das System scheint noch nicht so ganz ausgereift sein^^. Zusätzlich zu uns sechs saßen insgesamt fünf(!?) Beobachter plus der dualen Studentin und einer Studienpraktikantin, die den Tag organisiert hatte. 

So starteten wir dann auch mit den vorbereiteten Präsentationen auf Englisch. Die Aufregung war auch hier wieder immens und das sah man uns auch an, als quasi Entschädigung wurde uns angekündigt, dass nichts Schlimmeres mehr kommen würde, wenn wir dies hinter uns hatten. Präsentiert wurde vor allen, also vor den Mitstreitern und den Beobachtern (welche aus zwei Leuten vom Betriebsrat, dem schon erwähnten Recruitment Menschen, der Leiterin der Einstellung von Auszubildenden und Studenten und noch jemanden, dessen Position mir leider entfallen ist). Es konnte anfangen wer will und die weitere Reihenfolge war auch beliebig. Ich wollte erst weiter im hinteren Feld starten, auch weil ich durch das riesen Plakat noch ein wenig vorbereiten musste. Am Ende fing ich dann doch als letzter an, auch weil ich unbedingt meinen Vortrag mit „last but noch least…“ einleiten wollte^^ Das geplante Ankleben der Teile hab ich spontan über den Haufen geworfen um nicht zu viel Zeit mit Vorbereitung zu verblasen. War im Nachhinein vielleicht eine blöde Idee, da sich das anpinnen doch schwieriger als gedacht herausgestellt hatte, was vielleicht ein wenig Hektik in meinem Vortrag hat entstehen lassen. 

Als dies geschafft war gab es eine kurze Pause und danach ging es lockerer weiter. Das Umfeld an sich war auch recht locker mit den anderen Mitstreitern. Schon zu Beginn im Aufenthaltsraum stellten wir uns vor und erzählten und fragten schon ein wenig übereinander. War vielleicht auch bedingt durch die Anwesenheit der Studentin, die alles ein wenig vorantrieb und uns ins Gespräch brachte. Als nächstes folgte eine Gruppenaufgabe. Vielleicht habt ihr es ja auch schon mal gehört, aber es war die klassische Ei-Aufgabe. Die Aufgabe war es einen „Eier-Auffangbehälter“ zu bauen. Zur Verfügung standen 25 Strohhalme, eine Rolle Klebeband, ein Ei und 25 Minuten Zeit. Zudem sollte auch eine etwa fünf-minütige Präsentation gestaltet werden. Das Umfeld war hierbei recht witzig gestaltet, da umschrieben wurde, dass diese Innovation und Entwicklung den Fortbestand von Airbus bestimmen sollte. Wir bauten eine Art Trichter der das Ei auffangen und abfedern sollte. In der Theorie recht vielversprechend im Praxistest nach der Präsentation, aber nicht erfolgreich. Das Ei wurde leider zerstört. Auch bei dieser Aufgabe war das Umfeld gut und locker, auch von der Beobachter Seite kam immer mal der ein oder andere kleine Witz bzw. Scherz. 

Man glaubt gar nicht wie schnell die Zeit vergeht bei so etwas. So gab es wieder eine Pause mit belegten Brötchen (sogar leckeren Mettbrötchen^^) und dann ging es aufgeteilt weiter. Es gab drei Stationen, die jeder einmal durchlaufen musste. Die Beobachter teilten sich in zwei Gruppen auf zu denen beiden man zu einem etwa 30 minütigen Einzelgespräch musste und durchlöchert wurde. Die 30 Minuten wurden fast nie wirklich eingehalten. Im Gespräch gab es die typischen Fragen. Der Anfang wurde einem selbst überlassen, man sollte seine Situation bzw. Werdegang erläutern und diverse Sachen über sich erzählen. Danach kamen die Fragen, wie: Warum Mechatronik, Warum Airbus, Warum dual, wo manifestiert sich Ihre Technikbegeisterung, wie haben sie sich auf den heutigen Tag vorbereitet und diversen Fragen zu Stationen im Lebenslauf oder direkte Fragen auf geäußerte Sachen. Ich wurde zum Beispiel auch gefragt, warum ich denn Zivildienst mache. Also am besten auf alles gefasst machen in diesen Gesprächen. Gerne wird hier auch provoziert um einen in eine Ecke zu drängen. Mir ging es vor und in den Gesprächen erstaunlich gut und ich war gar nicht so aufgeregt. Auch hier wieder, eine halbe Stunde ist verdammt schnell vorbei ;) Die dritte Station die auch simultan durchlaufen wurde, war eine Teamaufgabe in zweier Teams. Ziel war es hier (auch wieder im Rahmen von Airbus und EADS um das Unternehmen zu sichern) ein neues innovatives Produkt aus CFK gefertigt für die nächste Luftfahrtmesse zu entwickeln und zu präsentieren. Zeit hierfür 45 Minuten, was meiner Ansicht nach zu lang war. Wir entwickelten übrigens Boomerang das ein bis zwei sitzige, die Raumfahrt revolutionierende Raumschiff mit neuartigen Triebwerken und Bio-Kerosin, welches die Raumfahrt für jedermann erschwinglich machen sollte^^. Während der Pausenzeiten führte uns die Studentin durch die Ausbildungsstätte und war für Fragen aller Art da.

Was ich sehr sehr positiv hervorheben kann, ist die Tatsache, dass Rücksicht auf mich wegen meinen Zugbindungen genommen wurde. So wurde das Ende umstrukturiert, unsere Präsentation zu Beginn und direkt die Abschlussworte der Leiterin vorangestellt nur damit ich meinen Zug erreichen konnte, was ich dadurch auch – zwar auf den letzten Drücker – aber geschafft habe. Danke Airbus :-)
Alles in allem habe ich nach Ende dieses Tages ein recht gutes Gefühl. Noch ein paar Randinformationen: Neuigkeiten soll es spätestens Anfang nächster Woche geben, zu Anfang (bei Bestehen) telefonisch und dann schriftlich. Mechatronik bei Airbus in Stade ist ein Pilotprojekt, welches dieses Jahr zum ersten Mal starten wird. Wir sind quasi Frischlinge. Deswegen sind auch die Rahmenbedingungen für unser Studium noch nicht so ganz handfest. Von den sechs Anwesenden werden lediglich zwei ausgewählt, aber es wurde auch hervorgehoben, dass im Vorfeld schon sehr stark gesiebt wurde, da die Anforderungen doch sehr hoch sind. Das Studium findet im Blocksystem statt, sprich drei Monate Uni drei Monate Betrieb. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten des Kennenlernens und der Schulung der Softskills. Beispielsweise direkt eine Woche vor Studienbeginn eine Woche zusammen mit allen neuen Dualis, wo es nur ums Kennenlernen geht. Später ein zweiwöchiges Seminar bei dem man auch dem Fliegen nähergebracht wird und sogar einen „Not-Flugschein“ macht der einen sogar dazu (theoretisch) befähigt alle möglichen Maschinen zu landen. Zudem ein festeingeplantes Praxissemester im Ausland und die Möglichkeit Semester in anderen Betriebsstätten in Deutschland zu absolvieren. Es wird also sehr viel für die dualen Studenten gemacht und die Übernahmechancen sehen auch sehr gut aus, wie die Studentin berichtete.

So viel zu Airbus in Stade^^ Ich melde mich wenn es Neuigkeiten gibt und allerspätestens, wenn ich in Hannover bei continental das zweite Mal war. Ich habe die restliche Woche erst ein Mal ein bisschen gechillter vor mir mit einem Zivi-Seminar in Erfurt.

Montag, 24. Januar 2011

23.01.2011 – Abends

Was natürlich typisch ist, ist dass genau dann, wenn es wichtig ist und man an sich schon sau früh aufstehen muss, irgendwelche Weichensanierungsarbeiten im S-Bahnnetz durchgeführt werden müssen, so dass man noch ne halbe Stunde früher aufstehen muss, weil ich jetzt doch vorher nochmal zum Hauptbahnhof zurück fahren muss, weil die S3 nicht normal über die Landungsbrücken Richtung Stade fährt -.-. Wollte ich nur noch mal loswerden :D Also plant immer mit dem unplanbaren. Das lustige ist eigentlich, dass diese Arbeiten scheinbar vor zwei Wochen, als ich mir einen persönlichen Fahrplan auf der Website der HVV erstellt hatte noch nicht bekannt waren^^ Danke HVV .!.

23.01.2011 – Auf dem Weg nach Hamburg

Auswahlveranstaltung bei Airbus in Stade – 24.01.2011 08:15 Uhr

Es hat sich viel getan in den letzten Tagen. Im Moment sitze ich im Zug auf dem Weg nach Hamburg. Dort werde ich in einer Jugendherberge übernachten, um morgen in fast unmenschlicher Frühe nach Stade zu starten und die Auswahlveranstaltung bei Airbus anzutreten.

Mein letzter Eintrag war kurz nach dem Telefoninterview mit Lufthansa und, obwohl nur eine Woche dazwischen liegt, hat sich schon viel getan. Ich dachte ich höre von Lufthansa frühestens Mitte der nächsten Woche etwas. Ich hatte mir Urlaub für die letzte Woche genommen und bin dementsprechend am Montag erst spät aufgestanden und habe gemütlich gefrühstückt. Als ich den Rechner anschaltete und dann voller Freude die Email von Lufthansa sah, packte mich erst doch ein wenig die Angst. Als ich aber dann sah dass es DIE Einladung zum zweitägigen Assessment Center war, war ich überglücklich! Schließlich ist ein Platz im dualen Programm der Lufthansa mein Hauptfavorit. 

Das zweite, was in dieser Woche geschah, war eine erneute Email von der continental AG. Wie ihr euch noch erinnern könnt musste ich bei der ersten Einladung zum Assessment Center absagen, da es mit dem Termin des Telefoninterviews auf einen Tag viel. Ich dachte dadurch hätte sich continental erledigt, aber sie veranstalten noch einmal ein Assessment Center. Anfangs wollte ich schon ein weiteres Mal absagen, da ich ja schon die beiden Termine bei Airbus und der Lufthansa habe, aber ich habe mich doch für eine Teilnahme entschieden. Zum einen, da es immer besser ist mehrere Möglichkeiten zu haben und zum anderen ist es schließlich auch eine Übung für die zwei Tage bei Lufthansa in die ich bestens vorbereitet gehen möchte und immerhin werden bei der continental AG sowieso die Fahrtkosten erstattet. Mein Zug fährt zwar in unmenschlicher Frühe, aber von einer Übernachtung wollte ich absehen. 

Durch meinen Urlaub letzte Woche konnte ich die von Airbus geforderte 5-minütige Selbstpräsentation auf Englisch bestens vorbereiten. Da „meiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind“, wie es in der Email von Airbus heißt, hatte ich mir überlegt auf einem Plakat die Kontur eines Menschen zu zeichnen und mit farbigen Teilplakaten auf denen Stichwörter stehen diesen dann während der Präsentation mit Leben zu füllen. Als dann setzte ich mich an die Vorbereitung eines Textes, der Dank Korrektur meiner Schwester dann auch in bestem Englisch formuliert war. Es ist doch verwunderlich wie schnell man doch gute Grammatik-Kenntnisse und Formulierungen vergisst. Nach vielen Stunden des Schreibens und des Bastelns sah es dann schließlich final so aus:



Heute Morgen habe ich mir dann noch schnell ein paar Sachen von der Airbus bzw. EADS Seite über Airbus, die Ausbildungsphilosophie und ähnliches ausgedruckt, damit ich noch ein bisschen Wissen über den Betrieb im Hinterkopf habe. Sollte ja nicht schaden. Nicht dass es so läuft wie im Telefoninterview bei der Lufthansa^^. 

Ich hoffe dass die Idee der Übernachtung in einer Jugendherberge keine dumme Idee war, da ich in einem Mehrbettzimmer mit anderen Gästen untergebracht bin. Ich brauche ja schließlich meinen Schlaf^^ Allerdings hoffe ich, dass es nicht wie die letzte Nacht wird, in der ich kaum einschlafen konnte vor Aufregung denke ich. Ein anderer negativer Aspekt ist, dass ich mir eben am Bahnhof nach ungefähr neun-monatigen Nichtraucher Dasein eine Schachtel Kippen gekauft habe, um den Stress auf altbekannte Manier Einhalt zu gebieten. Naja morgen Abend ist dann wieder Schluss.

Jetzt habe ich noch gute zwei Stunden Fahrt vor mir, die ich mit Lesen über Airbus und Proben meiner Selbstpräsentation verbringen werde. Auf der Rückfahrt bleibt selbstverständlich dann auch Zeit euch über meine Erlebnisse bei Airbus zu berichten.

Samstag, 15. Januar 2011

14.01.2011 – Nach dem Telefoninterview bei Lufthansa Technik

Ganz ehrlich – meine aktuelle Stimmung ist bombig :D. Einfach nur weil ich dieses Telefoninterview hinter mich gebracht hab. Die ganze Woche über und je näher es kam war ich mehr und mehr gestresst und genervt und man hat es mir auch richtig angemerkt, weil im tiefsten von mir und meinem Kopf nur dieses EINE 20 minütige Telefongespräch stand was mich sogar indirekt die ganze Zeit beschäftigt hat. Liegt vermutlich daran, dass ich am allerliebsten bei der Lufthansa studieren würde und weil ich das Telefoninterview schon als riesen Chance gesehen hab. Jetzt nach Ende des Interviews ist erst mal wieder warten angesagt. Warten auf die (hoffentlich und bestmöglich) positive Rückmeldung vom Telefoninterview. Aber mir ist echt ne Bohrinsel vom Herzen gefallen eben als es vorbei war. Naja genug über meine Gefühle gesülzt :D Jetzt kommen die Fakten:

Fast überpünktlich um kurz vor drei klingelte mein Handy und es meldete sich eine freundlich klingende Dame von der Lufthansa, um mit mir wie online vereinbart das Telefoninterview abzuhalten. Sie erzählte mir kurz über den groben Rahmen und die Länge und dann ging es auch schon mit der ersten Frage los. „Erzählen Sie mir etwas über Ihre momentane Situation in der Sie sich befinden.“ Die 

Fortsetzung folgt^^