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Freitag, 11. März 2011
11.03.11 - Email von ABB
Soeben hab ich eine Email vom ABB Training Center in Heidelberg erhalten mit einer Einladung zum Einstellungstest in einem Raum in der DHBW in Mannheim. Fahrtkosten und so weiter werden wie bei fast allen Firmen nicht erstattet. Was mich ein wenig erschrocken hat ist, dass der Test ganze sechs Stunden dauern soll o.O Naja ich lass mich überraschen :)
Donnerstag, 10. Februar 2011
09.02.2011 – Der erste Tag ist geschafft
Wie der Titel schon sagt, der erste Tag liegt hinter mir und der war ehrlich gesagt nicht übertrieben anstrengend. Um halb zwei bin ich bei der Lufthansa angekommen und hab erst mal gedacht – Wow was geht denn hier ab?! :D. Sicherheitsvorkehrungen wie an einem Flughafen. Es gab vier „Check-In-Points“ an denen man im Tausch gegen den Personalausweis einen Besucherausweis und einen „Laufzettel“ bekam auf dem der genaue Aufentaltszeitraum vom Betreuer am Ende auszufüllen war. Dann natürlich noch Röntgengerät, wo alle Sachen wie Koffer, Rucksack, Jacke etc. durchleuchtet wurden und ein Piepstor durch das man laufen musste. Also schon sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen.
Wir wurden dann um viertel vor zwei abgeholt und in ein Nebengebäude gebracht, wo wir von der Dame mit der wir auch das Telefoninterview hatten begrüßt und eingewiesen wurden. Der Test fand selbstverständlich wieder am PC statt, was – wie wir erfuhren – bis zu diesem Jahr bisher noch schriftlich geschehen war. Nicht allzu verwundernswert war, dass auch die Lufthansa das „hrd-Portal“ nutzt. Die Tests waren in drei Bereiche aufgegliedert. Erst allgemeine Aufgaben, dann Schlussfolgerungen und zum Schluss ein englischer Teil.
Die allgemeinen Aufgaben waren 35 verschiedene Aufgaben wie Mathe Aufgaben, logisches/analytisches Denken und andere. Also ein bunter Haufen von allem für den man 20 Minuten Zeit zur Bearbeitung hatte. Die Schlussfolgerungen waren schon aus den Online-Tests bekannt. Es gab zwei Aussagen und danach 5 verschiedene andere und man sollte entscheiden, welche der fünf genau aus den zwei ersten ableitbar ist. Teilweise echt knifflig und man musste sich schon sehr konzentrieren. Es gab 18 Aufgaben für die man 15 Minuten Zeit hatte. Zum Schluss der englische Abschnitt. Hier gab es erst zwei Aufgabenteile, bei denen man einen englischen Text lesen musste und danach Fragen zu diesem gestellt bekam. Meiner Ansicht nach nicht wirklich schwer gewesen, wen man des Englischen mächtig ist. Danach kamen noch ein paar Wortschatz, Synonym und Übersetzungsfragen. Teils knifflig, aber auch machbar. Alles in allem brauchte man etwa 1 ½ Stunden zur Bearbeitung des Tests. Da hatte ich ehrlich gesagt gedacht es würde einiges mehr kommen und schwieriger.
Die Leute, die schon fertig waren, konnten sich in einen Nebenraum setzen und dort warten bis alle fertig waren. Wir nutzten die Zeit natürlich um uns ein wenig kennenzulernen. Wir waren insgesamt 10 Leute und davon eine junge Dame. Wie sich herausstellte waren nicht alle für Mechatronik da, was mich ein wenig aufatmen lies, weil so die Wahrscheinlichkeit vielleicht ein wenig steigt. Der überwiegende Teil hatte sich für den Studiengang Elektrotechnik beworben. Es war glaube ich ein 5 zu 5 Verhältnis, wobei die Dame sich auch für Mechatronik beworben hatte. Wenn es stimmt was die Studentin bei Airbus erzählt hatte, hat sie eventuell von vornherein bessere Chancen, aber ich will auch nicht den Teufel an die Wand malen.
Als alle fertig waren konnten wir zurück, wo drei Studenten auf uns warteten, die uns ein wenig zur Lufthansa Technik allgemein, zum Studium, dem Ablauf etc. erzählten. Anschließend war noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. So erfuhren wir auch die ungefähre Platzvergabe der Studiengänge. Drei für Mechatronik und es war nicht das erste bzw. einzige Assessment Center o.O. Die Herren erzählten uns auch wie der morgige Tag ablaufen sollte. Den schwierigen Part sollten wir jetzt hinter uns haben. Morgen gibt es von 07:45 Uhr bis zum Mittagessen Tests, Gespräche und so weiter um uns als Person näher kennenzulernen. Nach dem Mittagessen gibt es eine Werksführung mit den drei Studenten und dann erfahren wir auch schon das Ergebnis! Hier geht’s scheinbar Schlag auf Schlag. Naja ich bin gespannt was uns erwartet. Ich werde dann auf dem Heimfahrt mit dem Zug natürlich berichten was alles getestet wurde und natürlich mein Ergebnis.
Achso, es gibt auch noch andere Neuigkeiten. Ich dachte ich sehe nicht richtig als ich eine Email von continental mit einer weiteren (?!) Einladung zum Vorstellungsgespräch/Assessment gesehen hatte :D Naja die Leute wollens wissen :D Und mich dabei scheinbar auf jedenfall noch dabei haben^^. Ich glaube ich werde in beiden Fällen dran teilnehmen^^ Die zweite Neuigkeit ist eine Email von Siemens. Ja die Leute gibt’s auch noch^^ Ich bin eingeladen zu einem etwa einstündigen Vorstellungsgespräch in Mannheim. Auch wieder keine Kostenübernahme und wie heute beim Abendessen mit vier von den Bewerbern hier einer erzählte auch noch nicht die letzte Station. Danach soll wohl auch noch ein Assessment-Center kommen. Mal schauen, ich halt euch auf dem Laufenden.
Mittwoch, 9. Februar 2011
09.02.2011 – Auf dem Weg nach Hamburg zu Lufthansa
Falls ihr euch jetzt fragt, „hmm fehlen da nicht die Einträge über continental?“, habt ihr mehr oder weniger recht. Ja sie fehlen, aber nein ich war nämlich gar nicht da. Nach dem Seminar und einem Partywochenende bin ich mit einem grippalen Infekt im Bett gelandet, der mich so mitgenommen hat, dass mein gesundheitlicher Zustand es nicht erlaubt hat zu continental zu fahren. Mir geht es bis jetzt immerhin etwas besser. Ich bin zwar noch nicht topfit, aber so fit, dass ich getrost nach Hamburg fahre.
Es gibt auch noch weitere News: Ich habe im Laufe der letzten Woche eine Mail von BOSCH erhalten. Hätte auch nicht gedacht, dass ich von denen noch mal etwas höre^^. Ich hatte mich auch für den dualen Studiengang Mechatronik beworben, allerdings an mehreren Standorten. Kurz nach der Bewerbung hatte ich auch eine Einladung zu Online Tests erhalten von einem Standort, kurz danach allerdings direkt eine Absage mit der Angabe, dass meine Bewerbung auch an die anderen Standorte weitergeleitet wurde. Das war im September/Oktober! Daher war ich so überrascht doch noch einmal etwas von ihnen zu hören. Gestern hab ich dann auch den Test gemacht. Er ähnelte bzw. war fast exakt derselbe, wie bei verschiedenen anderen Portalen. Opel und continental haben den meines Wissens nach auch verwendet, ebenso wie Daimler. Ich kann aber auch bei Bedarf noch mal genauer nachsehen, da ich sie Mails ja noch alle habe.
Alle diese Firmen nutzen das „hrd-portal“. Freundlicherweise habe ich den Test mal mit einer Bildschirm-Mitschnitt-Software für euch aufgenommen. Hier seht ihr ihn in voller Länge. Die Verhaltensfragen waren hier zum ersten Mal anders und teils merkwürdig, aber ich hab aufgehört mich zu wundern Bosch seit ich im Bewerbungsbogen die Fragen „Beruf der Mutter“ und „Beruf des Vaters“ gelesen hatte :D.
Hier das Video:
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Falls ihr fragen habt könnt ihr mir gern ne Mail schicken oder einfach hier beiden comments etwas posten.
Ich werde mich die restlichen zwei Stunden Fahrt jetzt eingehend mit Daten, Fakten und Informationen über die Lufthansa Technik befassen^^ Soll ja schließlich nicht wie beim Telefoninterview enden ;)
Mittwoch, 12. Januar 2011
11.01.11 – Nach dem Test bei Siemens
Guten Tag, ich habe leider lange nichts von mir hören lassen. Nach dem Test bei Opel hatte ich noch nicht weiter geschrieben, da ich anschließend ein wenig in der Innenstadt von Bochum war und anschließend direkt nach Hause gefahren bin und dort erst mal meine Ruhe genossen hatte^^ Naja eben war ich beim Eignungstest der Firma Siemens in Mannheim, habe gerade eine Kleinigkeit gegessen und möchte euch jetzt erst mal vom Test bei Siemens berichten. Anschließend werde ich dann noch ein wenig über den Test bei Opel erzählen (Zumindest das was mir jetzt noch so einfällt, da ja auch schon ein bisschen Zeit seit dem vergangen ist.
Zu Siemens bin ich mit dem Auto gefahren und nach anfänglicher Panikmache durch meine Eltern – mein Vater ist selber lange Jahre nach Frankfurt zur Arbeit gefahren und kannte die Verkehrsverhältnisse somit recht gut – schon um viertel vor sechs losgefahren. Und wie zu erwarten war, war ich dann mal eben über eine Stunde zu früh da. Da dachte ich mir gehst du irgendwo noch in Ruhe einen Kaffee trinken. Falsch gedacht! Das erste Meckes, dass mir mein Navi anbot existierte scheinbar nicht mehr, das KFC hatte noch zu und so bin ich dann zum Bahnhof in Mannheim gefahren um zu sehen dass das Meckes dort keine Sitzgelegenheiten hatte, sodass ich schließlich in einem etwas teureren Café meinen Kaffee trank und im Endeffekt dann noch fürs Parken beim Bahnhof für eine halbe Stunde 1,80 € bezahlen durfte :D. Naja egal, dann zu Siemens gestartet, wo es – zum Glück dafür – kostenlose Parkplätze gab^^. Der Eingangsbereich sah sehr elegant und einladend aus, ähnlich wie bei Continental. Zu Opel komm ich ja später noch ;)
Nach kurzer Wartezeit wurden wir dann von einer freundlichen Dame in einen mittelgroßen Konferenzraum gebracht. Mit mir waren wir acht Leute und ich war – mal wieder – total overdressed im Vergleich zu meinen sieben Mitkandidaten, die zum Teil sogar mit Jogginghose (!?) da saßen. Es wurde zwar anfangs gesagt, dass noch einige fehlen würden, aber es erschien niemand mehr. Erster großer Unterschied zu den zwei vorherigen Tests: Es wurde alles – fast altertümlich – mit Papier und Stift erledigt. Jeder erhielt ein Antwortblatt auf dem später die Antworten aus den, in einem Buch stehenden, Aufgaben angestrichen werden mussten. Davon gab es zwei. Das erste für die ersten vier Tests bis zur kurzen Pause und das zweite mit dem Rest. Auch anders als bei den PC-Tests: Wir sind die Anweisungen gemeinsam durchgegangen und die eigentlichen Aufgaben wurden erst begonnen nachdem jeder die Beispielaufgaben eigenständig richtig beantwortet hatte. Fand ich sehr positiv, da sichergegangen wurde dass auch jeder die Aufgaben alle verstanden hatte.
Insgesamt gab es acht Aufgabenblöcke mit jeweils 25 Aufgaben bei den ersten sieben und 50 beim letzten, für die man unterschiedlich viel Zeit hatte um sie zu lösen. Vor jedem Aufgabenteil gab es eine kurze Einweisung ein erklärtes Beispiel und fünf weitere zum selber üben. In jedem Block gab es einen bestimmten Aufgabentyp wie ihr ihn auf der angehängten Grafik ersehen könnt. Einer, der mit den versteckten Formen, kam doppelt vor. Und damits auch schön fies wird ganz am Anfang, wo man noch kein Gefühl hat wie schnell eigentlich zwei Minuten herum sind und als siebtes, wo die Konzentration schon stark am nachlassen war noch mal eine Ecke schwieriger -.- Der letzte Test mit den 50 Aufgaben war der mit den ändernden Komponenten, den ich, nachdem man ein bisschen so seine Technik fürs lösen raus hatte eigentlich gar nicht so schwer fand. Alles in allem fand ich den Test fast einfach jetzt im Vergleich zu dem bei Opel der doch schon stellenweise recht hart war.
Der Test bei Siemens spielt allerdings nicht die allergrößte Rolle sondern nimmt nur einen Platz in einer Reihe von verschiedenen Auswahlkriterien ein. Es zählen allen voran natürlich die Bewerbung an sich, die Noten bzw. die Abschlussnote, der Eignungstest (der wohlbemerkt nicht verpflichtend ist), ein Einzelgespräch und eventuell ein Gruppengespräch. Naja ich bin gespannt wie es weiter geht und werde hier – wie gewohnt – weiter berichten ;).
Dann war da noch Opel in Bochum…
Nun ja, Opel. Nach einem kurzen Frühstück, dass aus einem Energydrink und trockenen Brötchen in der wunderbaren Atmosphäre meines Autos am Opel-Parkplatz bestand, machte ich mich auf den Weg ins Werk. Von außen – ganz ehrlich – siehts so aus als wären da drin schon Panzer im ersten Weltkrieg gebaut worden und man kann sich kaum vorstellen, dass dort hochwertige Auto-Teile hergestellt werden :D Also keine schöne Atmosphäre zum Lernen fand ich. Ähnlich sah dann auch das sog. Bildungszentrum, dass vor kurzem erst von RAG Bildung in Bildungszentrum TÜV Nord umbenannt wurde, aus. Wieder auch hier keine schöne Umgebung zum lernen, was Opel in meiner Präferenzenliste weiter nach hinten rücken ließ. Dazu kam dann noch, dass sich kaum um uns gekümmert wurde. Wir wurden anfangs in ein ehemaliges Büro gesetzt und irgendwann abgeholt in einen Unterrichtsraum mit PCs. Wir waren, wenn ich mich recht erinnere, zehn Leute und ich war wieder einmal overdressed :D Es waren aber wenigstens zwei Leute mit normalen Hemd dabei, was mich nicht ganz so schlimm wie bei Siemens herausstechen lies.
Der Testablauf wurde uns kurz erklärt und dann gings auch los. Was hier anders als bei allen Tests bisher war: Man musste am Anfang einen Aufsatz schreiben! Ich war erst mal vollkommen erschrocken, da ich das letzte Mal einen ordentlichen Fließtext vor ungefähr einem drei-viertel Jahr geschrieben hatte. Das Thema war „Wie stelle ich mir die Aufgaben in meinem künftigen Beruf vor“. Ich hatte mir dann irgendetwas zusammengereimt und war doch in den 15 Minuten Zeit, die man hatte, etwas mehr als eine Seite zusammen, was im Gegensatz zu manch anderen um mich mit knapp einer halben Seite doch unglaublich viel zu sein schien :D. Der Rest des Tests lief wieder am PC ab. Die Aufgaben, die man vorher schon mal in einem Onlinetest absolvieren musste wiederholten sich hier am Anfang, allerdings zum Teil in größerem Umfang. Begonnen mit einigen Einstellungsfragen, dann verschiedenen Aufgaben, die das Arbeiten unter Stress testen sollten. So zum Beispiel aus einer Reihe von Schlüsseln die mit nur zwei Zacken rauspicken, In einer langen Liste die männlichen Namen markieren oder aus drei verschiedenen „Angeboten“ (irgendwelche Kommazahlen) das günstigste markieren. Schon zum Teil schwer da man sich schon auch sehr gut konzentrieren muss und man sowieso nie alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit schafft, aber dennoch auch machbar denke ich.
In weiteren Teilen folgten – wie bei jedem Test – Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen und davon ultra viele. Das ging von einem Würfel bei dem es nur um die Position der 1 und der 6 ging, der verschieden oft gedreht, gekippt oder ähnliches wurde und man dann sagen sollte wo sich die 1 oder 6 befindet, über ein Treppenhaus und man musste verschieden hoch in die Stockwerke und dort im Flur sich bewegen und anschließend sagen in welche Richtung man blickt oder ein runder Tisch mit einer Diskussion bei dem Fragen weitergereicht wurden und man am Ende sagen sollte an wen die letzte Frage ging aus eigener Sicht, bis hin zu einem Taucher der verschieden oft gedreht gekippt usw wurde und man sagen sollte in welcher Richtung sich dann die Wasseroberfläche vom Taucher aus befindet. Beim letzten Test hab ich keine Ahnung ob ich es wirklich richtig verstanden habe, da irgendwie nicht so eindeutig war wie ob man selber der Taucher sein sollte oder dem Taucher gegenübersitzt was irgendwo glaub ich einen Unterschied am Ende macht :D Naja egal ^^
Dann folgten noch ein Mathematik und ein Physik Teil. Der Mathematik-Teil war ganz ehrlich gesagt größtenteils für die Zeit die man hatte echt heavy muss ich sagen und im Vergleich zu dem bei continental hat man auch wirklich mal sein Abitur dafür gebraucht, da man die Hauptsatzdefinition kennen musste oder mal eben schnell ein Integral ausrechnen sollte oder andere diverse anspruchsvolle Aufgaben oder Definitionen lösen musste. Der Physik-Teil war ähnlich, aber nicht ganz so überanstrengend. Also man hätte nicht unbedingt im LK sein müssen um die Aufgaben zu lösen. Problem war eher auch hier wieder die eng bemessene Zeit, wobei dies bei jedem test so ist und meist von vornherein gesagt wird oder geschrieben steht, dass man in der vorgegebenen Zeit gar nicht alle Aufgaben lösen kann, was mir allerdings bei Siemens beim mathematischen Testbereich erfolgreich – glaube ich^^ - gelungen ist. Als der Test fertig war wurden wir wieder in die Freiheit entlassen und auf dem gefühlten 5 km Marsch vom Bildungszentrum bis zum Tor vorn, der bei den widrigen Wetterverhältnissen in diesem Chaoswinter und Minusgraden in Anzugschuhen nicht sehr angenehm war, erzählte ein Testkandidat, der sich scheinbar für eine technische Ausbildung beworben hatte, dass der Mathe-Teil zum Beispiel der selbe vom letzten Jahr gewesen sei. Naja wozu auch etwas ändern^^. So viel zu Opel. Von den Jungs hatte ich kurz vor Weihnachten noch ein Schreiben erhalten, was mitteilte, dass in den Ferien das Bildungszerntrum geschlossen sei und somit das Einstellungsverfahren pausiert sei und man sich zu gegebener Zeit dann melde. Fand ich auch sehr nett. So weiß man wenigstens dass man noch nicht komplett weg vom Fenster ist^^.
So viel dazu und bis zum nächsten Mal. Als nächstes steht am Freitag das Telefoninterview der Firma Lufthansa an, dem ich momentan noch mit sehr viel Angst entgegen blicke, da Lufthansa ganz oben auf meiner Wunschliste steht. :-)
Dienstag, 14. Dezember 2010
13.12.2010 – 21:13 Uhr Ankunft im etap Hotel Dortmund West
Da bin ich wieder. Morgen steht der nächste Test an, allerdings so früh, dass ich bereits einen Tag früher angereist bin. Wer will schon morgens um halb vier losfahren müssen, um – wahrscheinlich total fertig – pünktlich um 8 Uhr am Opel-Werk zu sein?^^ Daher bin ich bereits heute Abend angereist, hab glücklicherweise noch ein Zimmer erwischt und schreibe erst mal. Leider werden bei Opel zum Eignungstest keine Fahrtkosten erstattet, sodass ich auf den Hotel UND den Fahrtkosten sitzen bleibe. Angesetzt ist das ganze für 08:30 Uhr und soll ca. drei Stunden dauern. Man soll eine halbe Stunde früher anwesend sein zum klären der Eingangsmodalitäten. Mehr kann ich euch bis dahin nicht erzählen darüber. Meine Anreise war ein reines Chaos und ich hab die ganze Zeit schon Angst gehabt ich komm nicht mehr vor morgen früh an, da es die letzten 130 km ununterbrochen geschneit hat. Streckenweise sogar so stark, dass man fast gar nichts mehr gesehen hat und natürlich Schneeglätte weit und breit. Naja ich bin gespannt ob sich der Aufwand lohnt, und ob der Test besser als der der Continental AG ist. Ich werde jetzt auf jeden Fall erst mal ein bisschen Prozentrechnung anschauen, da ich seit Donnerstag durch meinen Kurzurlaub in Hamburg nicht wirklich dazu gekommen bin. Bis morgen nach dem Test ;)
Freitag, 10. Dezember 2010
09.12.2010 – Nach dem Test
19:01 Uhr – ich sitze endlich in einem Zug nach Hause! Eigentlich geplante Rückfahrt bzw. gebuchter Zug um 17:46 Uhr, keine Ahnung welche Kosten für die Umbuchung auf mich zukommen und genervt vom Test -.- Zuerst mal, warum sitze ich eigentlich erst jetzt hier? Der eigentlich für den Zeitraum von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr angesetzte Test dauerte länger. Ich hatte zwar schon ein bisschen mehr Zeit eingeplant, allerdings hat das immer noch nicht gereicht. Ich war erst etwa um 18:00 Uhr mit der Beendigung des Tests fertig -.- Zum Glück werden die Fahrtkosten ja sowieso erstattet, auf Anfrage wie lange es denn noch dauern würde bei Anfang der Aufgabe Büro-Test meinte der dennoch nette Betreuer, es würde noch ein wenig dauern und dass ich den Zug aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr erwischen würde. Ich solle einfach einen Beleg der Mehrkosten an die Continental AG senden und es wäre kein Problem. UPDATE: Soeben war die Fahrkartenkontrolleurin da^^. Sie hat mir einfach meine normale Fahrkarte abgestempelt J Froh darüber kann ich jetzt endlich – in Ruhe – meine Heimfahrt antreten. Soviel dazu.
Nun zum Test. Wie eben schon gesagt bin ich ein wenig bis viel angefressen und auch sehr skeptisch über das Ergebnis was ich mir da zusammen gebraut hab. Vorab es gab EINEN Test für die technische UND kaufmännische duale Ausbildung! Mal ehrlich die beiden Bereiche haben so viel miteinander zu tun wie mein Schuh mit Kugelschreibern. Dementsprechend waren auch die Aufgabenbereiche bzw. Teile und einzelne Fragen mehr oder weniger sinnlos für die technische duale Ausbildung. So wurde man zum Beispiel in der Büro-Aufgabe munter mit verschiedenen Situationen konfrontiert wie zum Beispiel dem geeigneten Auslieferer von Buchsbaumhecken für einen Standort der Continental AG oder Kostenkalkulationen á la „Können die gesetzten Fixkosten bei gegebenem Verkauf von Produkt B und Verringerung der Produktionskosten von Produkt A der geplante Gewinn noch erreicht werden. Mit solchen Problemen muss man sich als Ingenieur der Mechatronik auch ständig auseinander setzen… Okay ehrlich gesagt kann es einem vielleicht schon passieren, aber abhängig davon in welchem Bereich man landet oder welche Position man erreicht. Aber als Entwicklungsingenieur beispielsweise kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. (Nebenbei erwähnt: Auch sehr interessant ist mein Mitfahrer in dem Abteil in dem ich sitze^^ Anzug, Mitte 30 und hat eben erst mal schön seine PSP rausgeholt) Zurück zum Test: Sehr geärgert habe ich mich auch über den Textaufgaben und „Analysis“ teil. Ja Analysis steht absichtlich in Anführungszeichen, denn das was die unter Analysis verstehen ist noch weit von dem was man im Abi machen musste entfernt! Ganz ehrlich, da sitzt man erst mal da und fragt sich: „Wozu hab ich das überhaupt alles gemacht?!“ Da kommen Gleichungen, die man zum Teil schon in der zehnten Klasse lösen konnte. Genauso elementar wichtig ist natürlich die Zinsrechnung wie sie wirklich in der Mittelstufe abgefragt wird. Wann hab ich mich denn das letzte Mal mit Zinsrechnung beschäftigt?! Und dann soll man den Jahreszinssatz errechnen wenn ein gegebener Betrag in 7 Monaten so und so viele Zinsen abwirft. Ich mein okay, ist ja auch nicht so schlecht WENN man sich noch dran erinnert wie zur Hölle das geht-.- So saß ich da nun und hab mir nur noch gedacht Ach fickt euch doch alle -.- Da sind ja wirklich die Zeugnisnoten noch tausendmal aussagekräftiger! Manche Aufgabenbereiche waren auch wieder sinnvoller, wobei das was dort abgefragt wurde konnte man auch wieder mit Mittelstufenwissen lösen -.- Zum Beispiel „Mit was misst man den Druck?“ oder „In welcher Einheit wird die Spannung angegeben?“ oder „Wo liegt der absolute Nullpunkt?“ Dann wird man mit uuuunnnnnheimlich komplizierten Stromkreisen konfrontiert und soll beantworten … achtung … gleich kommt die übertrieben schwere Frage … „Welcher Stromkreis ist geschlossen?“ Haallloooooooo?! Wozu wollen die denn Leute mit naturwissenschaftlichen Leistungskursen?! WAS SOLL DAS?
Nach dem Ablassen meiner Wut mal was Allgemeines zum Test bzw. zum Ablauf des Aufenthalts dort. Der Test war gegliedert in verschiedene Teile. Angefangen mit Allgemeinen Rechenaufgaben(die auch nicht wirklich schwer waren), über Textaufgaben (Mittelstufen-like), die schon eben erwähnte „Analysis“, Geometrie, was in einem Bereich zusammen ablief und in Formelumstellen oder Gleichungssysteme lösen oder „Die Seiten des Rechtecks mit a=.. und b=... sollen 1/3 größer werden. Welchen Flächeninhalt besitzt das Rechteck dann?“ Weiter gings mit Logikaufgaben. Eine Reihe von Dominosteinen war dargestellt (anfangs 5 dann 8) und man sollten das System in der Reihe erkennen und aus 5 verschiedenen den zur Logik passenden einsetzen. Sah am Anfang noch recht leicht aus, wurde mit der Zeit aber auch schwerer – kein Wunder – bis (fand ich) nicht lösbar^^ Dann gabs noch einen anderen Logikteil, in dem man mit zwei Sätzen konfrontiert wurde, und dann aus gegebenen Antwortmöglichkeiten die eine finden sollte, die sich ohne Zweifel aus der anderen ableitet. Auch nicht ganz ohne. Weiter gings nach einer kurzen Pause mit einem Englisch-Aufgabenbereich. 50 Fragen: 30 mit „Setze die passende Zeit ein“, 20 mit „Setze das passende Verb/Adjektiv etc. ein“ und 10 zu Reading Comprehension -> Gegebene Sätze vervollständige den zugehörigen sinngemäß oder beantworte die Frage“. Dann ein Deutsch-Teil, wo ein Teil Aufgaben mit gegebene Sätzen wo man das – falls vorhanden – falsch geschriebene Wort in ein Eingabefeld richtig schreiben sollte und der andere Teil mit einzelnen Begriffen die falsch geschrieben waren und man Sie korrigieren sollte. Alles in allem lösbar, wobei man sich wirklich manchmal gefragt hat Okay und wo ist hier jetzt der Fehler? Wobei das auch an meinen nicht übertrieben guten Deutschkenntnissen liegen mag. Dann gabs noch die anfangs beschriebenen eher kaufmännischen Aufgaben und den Bürotest.
Also alles in allem ging der Test so im Nachhinein betrachtet bzw. wenn man sich erst mal abreagiert hat. Wobei ich ihn ehrlich gesagt größtenteils überholt bzw. fehl am Platz finde. Vor allem die Sache, dass es ein Test für kaufmänische und technische Studiengänge gibt ist sowie so der größte Mist. Naja und letztlich natürlich die Frage: Wozu hab ich eigentlich mein Abi mit 1,5 gemacht?! Naja ich bin gespannt was bei rauskommt.
Nach Angaben der Betreuer waren wir eine recht große Gruppe mit den zehn Leuten die da waren, weswegen es auch so lang dauerte. Begonnen hatte es mit kleiner Verspätung um ca. 13:35 Uhr. Wir wurden von unserem Stehplatz im Foyer abgeholt und in einen kleinen Raum mit PC’s gebracht. Nach einer kurzen Firmenräsentation und Aussagen über das Bewerbungsverfahren, was nach bestandenem Einstellungstest noch ein eintägiges Assessment-Center vorsieht und dann erst den Ausbildungsvertrag, die Vergütung und wie der Ablauf des Studiums aussieht(Die ersten zwei Jahre mit einer sechs-Tage Woche, 3 Tage Studium, 3 Tage Betrieb – auch sehr nice) Naja das positive ist ein festgeplanter Auslandseinsatz in einer der Praxisphasen gegen Ende des Studiums. Hat man auch nicht überall.
Gefolgt war dies von einer „kurzen“ Gesprächsrunde, die sich bei uns allerdings auf 1 ½ Stunden ausdehnte, weswegen sich auch der geplante Schluss von 17:00 Uhr so nach hinten verschob. Um kurz was zur Gruppe zu sagen: Wir waren ein recht bunt gemischter Haufen, zusammengewürfelt aus allen Teilen Deutschlands. Die meisten hatten noch nicht ihren Schulabschluss erhalten und es waren sogar zwei junge Damen unter uns, wobei die eine sich auf eine Stelle als Industriekauffrau beworben hatte. Das skurilste war dann der 17-jährige Inder, der erst seit 10 Monaten in Deutschland war, dafür zwar schon recht gut Deutsch sprechen konnte, aber die Fragen des Personalers vor uns nicht wirklich verstand. Wie dieser den Test absolvieren konnte frag ich mich dann auch. Während der Vorstellungsrunde kam unter anderem heraus, wie sich die Stellenvergabe bzw. Studienvergabe verhält raus. Ein jedes Jahr wird geschaut, was man anhand der Wirtschafts- bzw. Unternehmenslage in 3,5 Jahre für Leute gebrauchen könne. Er nannte zudem, dass in der Regel bei den vier Spezialisierungsrichtungen der Mechatronik die Verfahrenstechniker am gesuchtesten seien und so die höchsten Chancen hätten.
Die Vorstellungsrunde könnt ich euch eigentlich wie ein Vorstellungsgespräch vorstellen, nur das eben alle Mitbewerber mit im Raum sitzen. Manche wurden mit Fragen nur so zerfetzt, und bei manchen wurde auch nicht mehr viel nachgefragt, was bei mir leider (?) auch der Fall war. Was von beidem positiv oder negativ ist kann ich zur Zeit noch nicht so richtig einschätzen. Ich war zum Beispiel dann im Endeffekt so aufgeregt, dass ich mich nicht mal mehr an mein fünftes Prüfungsfach erinnern konnte! War glaub ich auch nicht so gut. Dadurch war dann natürlich auch das was ich mir im Kopf so zurechtgelegt hatte, was ich sagen wollte, alle futsch und ich beendete meine Vorstellung mit einem „Hm, jaa.“ Auch nicht so das gelbe vom Ei. Naja ich bin gespannt wie es weiter geht und halte euch auf dem laufenden.
Jetzt bin ich erst mal übers Wochenende in Hamburg^^. Keine Angst kein Assesment Center oder ähnliches. Diesmal nur Urlaub. Muss ja auch mal sein ;-) Ich wird mich vorm nächsten Mal – Dienstag, 14.12.10 Eignungstest bei Opel in Bochum – das nächste Mal melden und euch berichten.
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