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Dienstag, 22. März 2011

22.03.11 - Updates & Nach dem Vorstellungsgespräch bei Siemens

Es sind wieder fast zwei Wochen vergangen in denen wieder einiges passiert ist. Ich hab kurz nachdem ich die Zusage von Norgen per Email erhalten hatte das ganze auch per Post inklusive dem Ausbildungs- und Studienvertrag erhalten. Teilweise ganz schön happig was dadrin steht^^ Man verpflichtet sich zu recht viel, also Lernen, Anwesenheit etc. Sollte aber ja eigentlich selbstverständlich sein.

Gestern war ich dann noch bei Siemens in Mannheim. Eigentlich war das ganze als "Anstandsbesuch" gedacht, da es bereits die zweite Möglichkeit war, mich bei dem Unternehmen vorzustellen. Den ersten Termin am 01. März konnte ich, wie ihr noch wisst, aus gesundheitlichen Gründen ja nicht wahrnehmen. Mit meiner Absage schrieb ich(weil ich zu der Zeit ja noch in der Luft hing) auch, dass ich dennoch sehr an einem dualen Studium bei Siemens interessiert bin und mich über eine weitere Möglichkeit/Termin sehr freuen würde. Problem nur eben dass ich in der Zwischenzeit ja jetzt schon was hatte. Naja egal ich hab mir gedacht fährst du hin und machst dir dann einfach nen schönen Tag in Mannheim noch.

Erstes Problem gestern war die kranke Verkehrssituation -.- Trotz reichlich früher Abfahrtszeit kam ich eine dreiviertel Stunde zu spät bei Siemens an. Das Gespräch sollte um 10:00 Uhr sein. Um 09:30 Uhr rief ich bei der eigentlichen Kontaktperson von den Schreiben an, erreichte aber nur den AB. Um kurz nach 10:00 rief mich dann ein Herr an, der sie dies schon gedacht hatte aufgrund dem "Allmontaglichen" Verkehrschaos der A5 aus meiner Richtung kommend. Er sagte zugleich es sei kein Problem ich solle mich auf keinen Fall hetzen. Sollte ich es noch bis 10:30 Uhr schaffen hätten wie das Gespräch vorgezogen, ansonsten dann einfach um 12:00 Uhr(womit ich den Herren glaube ich Ihre verdiente Mittagspause geklaut hatte^^) Naja ihre Entscheidung.

Um 10:46 Uhr war ich schließlich da. Nächstes Problem: Parkplatz-Suche o.O Ein Tag voller Chaos^^ Nachdem schließlich endlich einer gefunden war, schnell Hemd, Sacko und Schuhe übergeworfen und rein da. Als ich kam wartete schon der Kandidat für 11:00 Uhr. Wir unterhielten uns kurz und nett und als er abgeholt wurde, wurde mir angeboten in der Cafetria einfach Platz zu nehmen und zu warten. Gesagt getan.

Um 12:00 Uhr wurde ich dann schließlich auch abgeholt. Es ging in einen kleinen Besprechungsraum in dem noch zwei andere Herren warteten. Der, der mich abholte, war der zuständige Leiter für den Personalbereich Deutschland Mitte (horizontal eingeteilt), sowie für die dualen Studenten. Ein weiterer soweit ich das in Erinnnerung habe der Abteilungsleiter der Abteilung in der ich zukünftig meinen Platz finden würde während dem Studium und der dritte weiß ich nicht mehr genau aber auch ein Ingenieur aus der Abteilung vermutlich.

Nachdem kurz der Ablauf genannt wurde, stellten sich zuerst die drei Herren vor und dann sollte ich mich vorstellen, wobei drei Bereiche abzudecken waren.
  1. Mein Werdegang, sprich Schule/Nebentätigkeiten/Hobbies/alles was so an sich zu meiner Person wichtig ist
  2. Warum möchte ich Ingenieru werden und warum Mechatronik studieren?
  3. Warum soll das gerade bei Siemens passieren.
Während ich erzählte notierten sich die drei Herren bereits einiges Sachen und fragten mich anschließend dies und das. Vorab wurde ich gefragt, was den die Abteilungen die auch im Einladungsschreiben erwähnt waren (Automation and Drive Technologies) machen würden. Da hatte ich ein wenig Glück dass ich zu spät kam, weil ich so mir die Firmenseite doch noch mal genauer angesehen hatte, aber auf der anderen Seite ist auch nicht sehr viel Hängenbgeblieben, weswegen ich dachte dass ich dadruch schon mal vorneweg untendruch bin.
Wie die Fragen genau aussahen weiß ich nicht mehr genau es ging aber stark darum, meine Vorstellung meiner künftigen Aufgabe mit der wirklichen Aufgabe zu vergleichen und mir die gegenüberliegende Position verständlich zu erläutern. Das geschah sehr viel an Beispielen, wo mir Wahlmöglichkeiten gestellt wurden und später erläutert wurde welche der Wahlmöglichkeiten nun meine spätere Tätigkeit wiederspiegeln wird. An sich ein sehr schönes Modell, da man so als Bewerber sehr gut und verständlich erkennt, ob das denn eigentlich überhaupt das richtige für einen ist! Dafür großes Lob an Siemens :) 

Während dem Gespräch muss ich ehrlich sagen, war ich so selbstbewusst und sicher wie noch in keinem Gespräch vorher. Okay irgendwo auch logisch, weil ich ja schon eine Zusage in der Tasche hatte und es mir mehr oder weniger egal war was bei dem Gespräch rauskommt. Aufgrund dessen hab ich mich natürlich auch mehr getraut. Ich hab schärfer mit meinen Gesprächspartnern geredet teilweise fast diskutiert und wäre einem fast mal ins Wort gefallen.Eenn sich mich beispielsweise vollkommen falsch verstanden hatten (zum Teil weil ein Beispiel bei den Wahlmöglichkeiten leicht irreführend war und der Transfer sehr weit hergeriffen war) hab ich das direkt versucht richtig zu stellen und mich in das richtige Licht zu rücken. So hätte ich vorher niemals bei einem Vorstellungsgespräch gehandelt. Das Ist schon ne ganz schön krasse Psychoscheiße muss ich sagen :D

Anschließend hatte ich auch noch mal Gelegenheit meine Fragen loszuwerden, wo ich fast die Frage vom weiteren Ablauf des Auswahlverfahrens vergaß :D Vorher nochwas zum Verdienst (ja die Frage ab ich dieses mal auch gestellt^^) Die Werte kann man eigentlich auf der Siemenshomepage ablesen, hier wird aber nicht erwähnt, dass zu dem Gehalt während den Praxisphasen noch mal 130 € Wohnpauschale hinzukommen. Der weitere Ablauf sah vor, dass ich innerhalb der nächsten sieben Tage von den Herren hören würde. Das ganze kam aber auch sehr überraschend wieder anders!

Ich hatte mich gegen 17:00 Uhr auf den Heimweg gemacht um ca. 18:30 Uhr klingelte dann mein Handy mit der schon vertrauten Handynumer des Siemens-Personal-Herren. Ich ging verdutzt dran, Zuerst war es ein bisschen Smalltalk. Er fragte, ob ich schon wohlbehalten zu Hause angekommen wäre und wie die Fahrt gewesen sei, worauf ich ihm erzählte, dass ich mir noch ein wenig die Innenstadt angeschaut hätte und noch auf dem Heimweg sei und so weiter bla bla bla. Und jetzt kommt der Hammer: Er rief an, weil der mir mitteilen wollte, dass sie mir gerne die Stelle anbieten würden und wie meine Einstellung dazu wäre. Vorab dazu noch nebenbei erwähnt, wurde ich am Ende vom Gespräch in Mannheim noch gefragt, wie meine Einstellung allgemein zu Siemens wäre, wenn ich eine Zusage erhalten würde. Hier erzählte ich gemeiner Weise, dass es mich sehr feuen würde eine zusage zu erhalten und nach Rückfrage auch zu Siemens sher positiv eingestellt bin (Rein zu Testzwecken^^ Ich will ja noch sehen wie ich ankommen, nach so vielen Absagen :D)
Zurück zur Einstellung zur Zusage am Telefon. Ich sagte natürlich, dass es mich sehr freuen würde, aber der Herr war auch nicht dumm und merkte an meiner Stimme dass ich schon stark überrascht und verhalten klang (weil ich ja eigentlich schon was hab o.O) Ich sagte ich sei nur so überrascht, weil ich dachte die eben genannten Minuspunkte hätten es mir sowieso verbaut. Die nächsten Tage erhalte ich das ganze noch per Post mal schauen.
Siemens ist also bei Auswahlverfahren schnell wie eine Pistole o.O

Jetzt steh ich natürlich vor dem Problem, dass zwei Unternehmen der Ansicht sind sie haben mich schon im Boot -.- Ich steh jetzt vor der Wahl der Qual und hab sogar ein leicht schlechtes Gewissen deswegen :(
Ich mein wenn man sich die Position des Unternehmens überlegt, welches sehr wahrscheinlich schon den anderen Teilnehmern abgesagt hat und dann diese doch noch ins Boot zurückholen sollte also an deren Stelle will ich nicht sein -.- Das wird auf jeden Fall ne schwierige Entscheidung! Von den Rahmenbedingungen her was Ort, Gehalt usw angeht spricht für mich alles für Norgren. Vergelciht man aber die Firmen wäre vermutlich Siemens die bessere Wahl, weil ich so schon sher früh in diesem riesigen Unternehmen Fuß fassen könnte.
Ach verfluchter Mist -.- Ich halt euch aufm laufenden.

Freitag, 4. März 2011

04.03.11 – Kurz vorm Vorstellungsgespräch bei Norgren


Wie ihr seht, ist es nicht nächsten Dienstag und der Termin bei Siemens ist auch schon vorbei. Ich kann nur sagen „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!“ Das passt hier wie die Faust aufs Auge. Meine Erkrankung hat mich doch wieder so eingeholt, dass ich keinen der beiden Termine bei continental (die mich glaub ich jetzt hassen^^) oder Siemens wahrnehmen konnte. Ich war einen Tag an der Arbeit beim Zivildienst und meinem Nebenjob und am Samstag lag ich schon wieder im Bett mit einem beginnenden Hautausschlag wegen einer Falschmedikation aufgrund einer anfänglichen Fehldiagnose. Nach einem Krankenhausaufenthalt stellte sich dann die richtige Krankheit, Pfeiffersches Drüsenfieber heraus. Somit war ich für die nächste Zeit erst mal wieder außer gefecht gesetzt. Das hat mich nach einer ersten Kontrolluntersuchung Ende Februar aber nicht davon abgehalten, mich noch mal umzusehen und zu berwerben. Also bewarb ich mich nach einer Durchsicht bei der Jobbörse der Arbeitsagentur und den Partnern der DHBW Stuttgart noch mal bei 12 Firmen. Ergebnis bisher: zwei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen (wovon eins gleich ansteht) und eine Einladung zu einem Einstellungstest. Es ist also doch noch nicht zu Ende^^ Mein Ehrgeiz hat mich nach langer Zeit der Überlegungen, was mein Ausweichplan sein soll, doch noch mal gepackt. Dieses mal sind es eher „kleine“ oder nicht sooo bekannte Firmen, weil sie zumeist eher als Zulieferer auftretetn, aber dennoch auf Ihren Gebieten eine Spitzenposition haben oder sogar Marktführer sind. 

Gleich steht ein Gespräch bei der Firma Norgren in Fellbach an. Fellbach liegt ein paar Kilometer neben Stuttgart. Norgren stellt u.a. Ventile oder Ventilsysteme, pneumatische Systeme, wie sie z.B. bei Zügen bei den Türen oder Trittsteigen zum Einsatz kommen und ist auch im Bereich der Herstellung von Produktionsmaschinen für PET-Flaschen tätig. Die Haupttätigkeitsbereiche liegen in der Chemie, Zügen, Nutzfahrzeugen, der Papierindustrie sowie der PET-Flaschenherstellung. Sie bieten einen Platz für das duale Mechatronikstudium zusammen mit der DHBW Stuttgart an. Das duale System der DHBW mit Ihren vielen Standorten in Baden-Württemberg ist eines der bekantesten und wohl renommiertesten überhaupt, was zum Beispiel die Unzahl an kooperierenden Firmen zeigt. 

Zudem hab ich auch doch noch eine weitere Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bei Siemens in Mannheim erhalten. 

Soviel zu dem was wieder alles in der letzten Zeit passiert ist. Ich werde nach dem Vorstellungsgespräch noch mal schreiben um zu berichten wie es war.

Mittwoch, 12. Januar 2011

11.01.11 – Nach dem Test bei Siemens


Guten Tag, ich habe leider lange nichts von mir hören lassen. Nach dem Test bei Opel hatte ich noch nicht weiter geschrieben, da ich anschließend ein wenig in der Innenstadt von Bochum war und anschließend direkt nach Hause gefahren bin und dort erst mal meine Ruhe genossen hatte^^ Naja eben war ich beim Eignungstest der Firma Siemens in Mannheim, habe gerade eine Kleinigkeit gegessen und möchte euch jetzt erst mal vom Test bei Siemens berichten. Anschließend werde ich dann noch ein wenig über den Test bei Opel erzählen (Zumindest das was mir jetzt noch so einfällt, da ja auch schon ein bisschen Zeit seit dem vergangen ist.

Zu Siemens bin ich mit dem Auto gefahren und nach anfänglicher Panikmache durch meine Eltern – mein Vater ist selber lange Jahre nach Frankfurt zur Arbeit gefahren und kannte die Verkehrsverhältnisse somit recht gut – schon um viertel vor sechs losgefahren. Und wie zu erwarten war, war ich dann mal eben über eine Stunde zu früh da. Da dachte ich mir gehst du irgendwo noch in Ruhe einen Kaffee trinken. Falsch gedacht! Das erste Meckes, dass mir mein Navi anbot existierte scheinbar nicht mehr, das KFC hatte noch zu und so bin ich dann zum Bahnhof in Mannheim gefahren um zu sehen dass das Meckes dort keine Sitzgelegenheiten hatte, sodass ich schließlich in einem etwas teureren Café meinen Kaffee trank und im Endeffekt dann noch fürs Parken beim Bahnhof für eine halbe Stunde 1,80 € bezahlen durfte :D. Naja egal, dann zu Siemens gestartet, wo es – zum Glück dafür – kostenlose Parkplätze gab^^. Der Eingangsbereich sah sehr elegant und einladend aus, ähnlich wie bei Continental. Zu Opel komm ich ja später noch ;)
Nach kurzer Wartezeit wurden wir dann von einer freundlichen Dame in einen mittelgroßen Konferenzraum gebracht. Mit mir waren wir acht Leute und ich war – mal wieder – total overdressed im Vergleich zu meinen sieben Mitkandidaten, die zum Teil sogar mit Jogginghose (!?) da saßen. Es wurde zwar anfangs gesagt, dass noch einige fehlen würden, aber es erschien niemand mehr. Erster großer Unterschied zu den zwei vorherigen Tests: Es wurde alles – fast altertümlich – mit Papier und Stift erledigt. Jeder erhielt ein Antwortblatt auf dem später die Antworten aus den, in einem Buch stehenden, Aufgaben angestrichen werden mussten. Davon gab es zwei. Das erste für die ersten vier Tests bis zur kurzen Pause und das zweite mit dem Rest. Auch anders als bei den PC-Tests: Wir sind die Anweisungen gemeinsam durchgegangen und die eigentlichen Aufgaben wurden erst begonnen nachdem jeder die Beispielaufgaben eigenständig richtig beantwortet hatte. Fand ich sehr positiv, da sichergegangen wurde dass auch jeder die Aufgaben alle verstanden hatte.
Insgesamt gab es acht Aufgabenblöcke mit jeweils 25 Aufgaben bei den ersten sieben und 50 beim letzten, für die man unterschiedlich viel Zeit hatte um sie zu lösen. Vor jedem Aufgabenteil gab es eine kurze Einweisung ein erklärtes Beispiel und fünf weitere zum selber üben. In jedem Block gab es einen bestimmten Aufgabentyp wie ihr ihn auf der angehängten Grafik ersehen könnt. Einer, der mit den versteckten Formen, kam doppelt vor. Und damits auch schön fies wird ganz am Anfang, wo man noch kein Gefühl hat wie schnell eigentlich zwei Minuten herum sind und als siebtes, wo die Konzentration schon stark am nachlassen war noch mal eine Ecke schwieriger -.- Der letzte Test mit den 50 Aufgaben war der mit den ändernden Komponenten, den ich, nachdem man ein bisschen so seine Technik fürs lösen raus hatte eigentlich gar nicht so schwer fand. Alles in allem fand ich den Test fast einfach jetzt im Vergleich zu dem bei Opel der doch schon stellenweise recht hart war. 

Der Test bei Siemens spielt allerdings nicht die allergrößte Rolle sondern nimmt nur einen Platz in einer Reihe von verschiedenen Auswahlkriterien ein. Es zählen allen voran natürlich die Bewerbung an sich, die Noten bzw. die Abschlussnote, der Eignungstest (der wohlbemerkt nicht verpflichtend ist), ein Einzelgespräch und eventuell ein Gruppengespräch. Naja ich bin gespannt wie es weiter geht und werde hier – wie gewohnt – weiter berichten ;).

Dann war da noch Opel in Bochum…

Nun ja, Opel. Nach einem kurzen Frühstück, dass aus einem Energydrink und trockenen Brötchen in der wunderbaren Atmosphäre meines Autos am Opel-Parkplatz bestand, machte ich mich auf den Weg ins Werk. Von außen – ganz ehrlich – siehts so aus als wären da drin schon Panzer im ersten Weltkrieg gebaut worden und man kann sich kaum vorstellen, dass dort hochwertige Auto-Teile hergestellt werden :D Also keine schöne Atmosphäre zum Lernen fand ich. Ähnlich sah dann auch das sog. Bildungszentrum, dass vor kurzem erst von RAG Bildung in Bildungszentrum TÜV Nord umbenannt wurde, aus. Wieder auch hier keine schöne Umgebung zum lernen, was Opel in meiner Präferenzenliste weiter nach hinten rücken ließ. Dazu kam dann noch, dass sich kaum um uns gekümmert wurde. Wir wurden anfangs in ein ehemaliges Büro gesetzt und irgendwann abgeholt in einen Unterrichtsraum mit PCs. Wir waren, wenn ich mich recht erinnere, zehn Leute und ich war wieder einmal overdressed :D Es waren aber wenigstens zwei Leute mit normalen Hemd dabei, was mich nicht ganz so schlimm wie bei Siemens herausstechen lies. 

Der Testablauf wurde uns kurz erklärt und dann gings auch los. Was hier anders als bei allen Tests bisher war: Man musste am Anfang einen Aufsatz schreiben! Ich war erst mal vollkommen erschrocken, da ich das letzte Mal einen ordentlichen Fließtext vor ungefähr einem drei-viertel Jahr geschrieben hatte. Das Thema war „Wie stelle ich mir die Aufgaben in meinem künftigen Beruf vor“. Ich hatte mir dann irgendetwas zusammengereimt und war doch in den 15 Minuten Zeit, die man hatte, etwas mehr als eine Seite zusammen, was im Gegensatz zu manch anderen um mich mit knapp einer halben Seite doch unglaublich viel zu sein schien :D. Der Rest des Tests lief wieder am PC ab. Die Aufgaben, die man vorher schon mal in einem Onlinetest absolvieren musste wiederholten sich hier am Anfang, allerdings zum Teil in größerem Umfang. Begonnen mit einigen Einstellungsfragen, dann verschiedenen Aufgaben, die das Arbeiten unter Stress testen sollten. So zum Beispiel aus einer Reihe von Schlüsseln die mit nur zwei Zacken rauspicken, In einer langen Liste die männlichen Namen markieren oder aus drei verschiedenen „Angeboten“ (irgendwelche Kommazahlen) das günstigste markieren. Schon zum Teil schwer da man sich schon auch sehr gut konzentrieren muss und man sowieso nie alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit schafft, aber dennoch auch machbar denke ich.
In weiteren Teilen folgten – wie bei jedem Test – Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen und davon ultra viele. Das ging von einem Würfel bei dem es nur um die Position der 1 und der 6 ging, der verschieden oft gedreht, gekippt oder ähnliches wurde und man dann sagen sollte wo sich die 1 oder 6 befindet, über ein Treppenhaus und man musste verschieden hoch in die Stockwerke und dort im Flur sich bewegen und anschließend sagen in welche Richtung man blickt oder ein runder Tisch mit einer Diskussion bei dem Fragen weitergereicht wurden und man am Ende sagen sollte an wen die letzte Frage ging aus eigener Sicht, bis hin zu einem Taucher der verschieden oft gedreht gekippt usw wurde und man sagen sollte in welcher Richtung sich dann die Wasseroberfläche vom Taucher aus befindet. Beim letzten Test hab ich keine Ahnung ob ich es wirklich richtig verstanden habe, da irgendwie nicht so eindeutig war wie ob man selber der Taucher sein sollte oder dem Taucher gegenübersitzt was irgendwo glaub ich einen Unterschied am Ende macht :D Naja egal ^^

Dann folgten noch ein Mathematik und ein Physik Teil. Der Mathematik-Teil war ganz ehrlich gesagt größtenteils für die Zeit die man hatte echt heavy muss ich sagen und im Vergleich zu dem bei continental hat man auch wirklich mal sein Abitur dafür gebraucht, da man die Hauptsatzdefinition kennen musste oder mal eben schnell ein Integral ausrechnen sollte oder andere diverse anspruchsvolle Aufgaben oder  Definitionen lösen musste. Der Physik-Teil war ähnlich, aber nicht ganz so überanstrengend. Also man hätte nicht unbedingt im LK sein müssen um die Aufgaben zu lösen. Problem war eher auch hier wieder die eng bemessene Zeit, wobei dies bei jedem test so ist und meist von vornherein gesagt wird oder geschrieben steht, dass man in der vorgegebenen Zeit gar nicht alle Aufgaben lösen kann, was mir allerdings bei Siemens beim mathematischen Testbereich erfolgreich – glaube ich^^ - gelungen ist. Als der Test fertig war wurden wir wieder in die Freiheit entlassen und auf dem gefühlten 5 km Marsch vom Bildungszentrum bis zum Tor vorn, der bei den widrigen Wetterverhältnissen in diesem Chaoswinter und Minusgraden in Anzugschuhen nicht sehr angenehm war, erzählte ein Testkandidat, der sich scheinbar für eine technische Ausbildung beworben hatte, dass der Mathe-Teil zum Beispiel der selbe vom letzten Jahr gewesen sei. Naja wozu auch etwas ändern^^. So viel zu Opel. Von den Jungs hatte ich kurz vor Weihnachten noch ein Schreiben erhalten, was mitteilte, dass in den Ferien das Bildungszerntrum geschlossen sei und somit das Einstellungsverfahren pausiert sei und man sich zu gegebener Zeit dann melde. Fand ich auch sehr nett. So weiß man wenigstens dass man noch nicht komplett weg vom Fenster ist^^.

So viel dazu und bis zum nächsten Mal. Als nächstes steht am Freitag das Telefoninterview der Firma Lufthansa an, dem ich momentan noch mit sehr viel Angst entgegen blicke, da Lufthansa ganz oben auf meiner Wunschliste steht. :-)